Ihre zahnmedizinische Behandlung im Malteser MVZ

Sie haben eine Überweisung vom Zahnarzt, Kieferorthopäden oder Kieferchirurg?

  1. Telefonisch einen Termin vereinbaren (02151 452-7623)
  2. Bei Ihnen wurde in den letzten 6 Monaten ein Röntgenbild gemacht? Dann bringen Sie es mit oder bitten die Praxis es uns zur Verfügung zu stellen.
  3. Anamnesebogen vor Ort ausfüllen oder ausgedruckt zur Erstberatung mitbringen.

Erstberatung im Malteser MVZ Zahnmedizin

Wenn Sie sich nicht mit einem Notfall bei uns vorstellen (Abszess, Zahntrauma…), können Sie sich darauf einstellen, dass zunächst nur eine ausführliche Beratung und Untersuchung sowie ggf. eine OP-Aufklärung stattfindet. Diese sind selbstverständlich unverbindlich! 

Zuhause fallen Ihnen noch Fragen ein, die Sie vergessen haben zu stellen? Kein Problem. Wenn Sie eine erneute Beratung wünschen, können wir selbstverständlich auch weitere Termine mit geringem zeitlichem Vorlauf vereinbaren.

Der zahnmedizinische Eingriff

Sie sind ängstlich oder aufgeregt?
Wenn Sie möchten, können Sie sich gerne eigene Musik mit Ohrstöpseln oder den Kindern ein Kuscheltier mitbringen. Manchmal läuft im OP von uns aus ebenfalls Musik. 

Sie haben Fummel-Fimmel?
Auch einen Wutball haben wir für den Fall der Fälle immer greifbar.

Immer noch nicht beruhigt?
Dann belesen Sie sich gerne zu alternativen Möglichkeiten der Behandlung in Sedierung oder Vollnarkose 
 

Nachbehandlung

Ambulante Wundkontrollen werden nach Terminvereinbarung in der Regel 7 – 10 Tage nach einer Operation durchgeführt. Dies nimmt meist nur wenig Zeit in Anspruch und dient vor allem dem Ausschluss einer Wundheilungsstörung sowie der Nahtentfernung. Wunden, die im Mund entstanden sind, werden grundsätzlichen mit resorbierbarem, also selbst-auflösendem, Nahtmaterial verschlossen, sodass eine Entfernung nicht zwingend erforderlich ist. In Ausnahmefällen können die Wundkontrollen auch in Absprache in der Hauszahnarztpraxis durchgeführt werden.

Allgemeine Verhaltensregeln nach einer zahnärztlichen Operation

  • Verzichten Sie bis zum Abklingen der örtlichen Betäubungsspritze auf den Verzehr heißer und besonders kalter Speisen und Getränke.
  • Noch bevor die Wirkung der örtlichen Betäubung gänzlich aufhört zu wirken, sollte man eine Schmerztablette einnehmen. Diese wirkt entzündungshemmend und unterstützt deswegen kurz nach einem operativen Eingriff zusätzlich die Wundheilung.
  • Fahren Sie nicht selber Auto nach einer Operation. Die Aufregung kann Sie müde und unkonzentriert machen.
  • Legen Sie einen feuchten Waschlappen oder ein feucht eingewickeltes Coolpack auf die betroffene Seite, damit einer möglichen Schwellung der Wange vorgebeugt werden oder diese schneller abklingen kann.
  • Man soll kein Eis oder Coolpack direkt auf die Haut legen, sondern immer ein feuchtes Tuch dazwischen legen.
  • Meiden Sie Nikotin und Alkohol zumindest für einige Tage nach einer Operation.
  • Meiden Sie starke körperliche Anstrengungen nach einer Operation. Wenn nötig, stellen wir selbstverständlich auch den Umständen angemessene Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Schulbescheinigungen aus.

Betäubungsmöglichkeiten

Lokalanästhesie

Bei der Lokalanästhesie handelt es sich um die übliche, zahnärztliche Betäubungsspritze, die auch im Rahmen von z.B. Füllungstherapien verwendet wird. In der Regel ist jede zahnärztliche Operation in lokaler Betäubung durchführbar. 

Wenn im Seitenzahnbereich des Unterkiefers operiert werden soll, muss eine besondere Art der Schmerzausschaltung durchgeführt werden. Dies nennt man eine Leitungsanästhesie und bedeutet, dass man einen größeren Nervenast betäubt und nicht nur die kleinsten Ausläufer (wie bei einer Infiltrationsanästhesie im Oberkiefer). Dies hat zur Folge, dass der Nerv und das gesamte von ihm mit Gefühl versorgte Gebiet taub und somit für eine Operation schmerzfrei wird.

Da der Unterkiefer-Nerv (N. alveolaris inferior) in der Nähe des Zungennerves (N. lingualis) läuft, wird dieser häufig ebenfalls betäubt. Dies ist zwar ein etwas ungewohntes Gefühl, jedoch für größere operative Maßnahmen notwendig.
 

Intravenöse Sedierung

Bei gesunden Patienten, die vor einer zahnärztlichen Operation sehr ängstlich oder nervös sind, kann die Gabe eines Medikamentes (namens Dormicum) über die Vene wesentlich zur Entspannung und der stressfreien Behandlung für Behandler und Patienten beitragen. Da diese Maßnahme jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen wird, muss sie privat bezahlt werden.
Falls Sie Interesse haben, sprechen Sie uns gerne an.

Besonderheiten:
-    Sie sind bei dieser Art der Behandlung wach und ansprechbar; es muss zusätzlich eine lokale Betäubung durchgeführt werden mit Spritzen
-    Sie sind 24 Stunden nicht zurechnungsfähig und dürfen deswegen weder Autofahren, noch Verträge unterschreiben
-    Sie müssen eine Begleitperson mitbringen und sollten zuhause betreut sein
-    Sauerstoffsättigung und Puls werden die gesamte Zeit über ein Pulsoxymeter kontrolliert
-    Es gibt keine Garantie, dass die Sedierung eine völlige Angstlösung bewirkt

Wann ist eine Gabe von Midazolam ausgeschlossen?
-    bestehende Allergie gegen Benzodiazepine
-    Herz-Kreislauf-Erkrankungen
-    krankhafter Muskelschwäche (Myastheniagravis)
-    Alkohol- und Drogensucht
-    Atemwegserkrankungen (z.B. akute Ateminsuffizienz, COPD)
-    chronische Bronchitis 
-    schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen 
-    Schwangerschaft
-    starkem Übergewicht (Adipositas)